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16. - 18. DEZEMBER 2022

Mauracher und Mohr

Geschichten rund um die Stille Nacht von Hakon Hirzenberger in der Festhalle in Fügen

Theater in der Festhalle Fügen
16. - 18. Dezember 2022
Theater in der Festhalle Fügen

Ein Stück Fügener Heimatkunde, ein Stück Zillertaler Geschichte, aber vor allem ein Stück Weihnacht, musikalisch umrahmt von verschiedenen Chören und Musikgruppen.

Eine Produktion von STEUDLTENN

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TERMINE

FREITAG, 16. DEZEMBER 2022 - 20:00 Uhr

SAMSTAG, 17. DEZEMBER 2022- 20:00 Uhr

SONNTAG, 18. DEZEMBER 2022 - 17:00 Uhr

Reservierung notwendig!

Preise und Ticketreservierung

Vorverkauf: € 20,00
Abendkasse: € 25,00
Kinder bis 14 Jahre frei!

TICKET ONLINE KAUFEN

Tel.: 05288 62262 oder Mail an: ticket@best-of-zillertal.at


DEZEMBER 2022

Das Stück

Josef Mohr, Hilfspfarrer zu Oberndorf schrieb 1816 das Gedicht Stille Nacht. 1818 sollte das Lied bei der Christmette in Oberndorf erstmals mit Orgelbegleitung aufgeführt werden. Das es dazu nicht kam und sich die Oberndorfer mit einer Gitarrenbegleitung zufriedengeben mussten lag daran, dass die Oberndorfer Orgel kaputt war und der damals weit über die Grenzen des Landes bekannte Fügener Orgelbauer Karl Mauracher, die Orgel nicht rechtzeitig zur Christmette reparieren konnte. Als er dann zu einem späteren Zeitpunkt nach Oberndorf kam, um die Orgel zu reparieren, kehrte er mit den Noten von Stille Nacht nach Fügen zurück. Seither ist das Lied untrennbar mit Fügen und dem Zillertal verbunden. Rund um das Bemühen des außergewöhnlichen Hilfspfarrers Josef Mohr, den begabten und erfolgreichen Fügener Orgelbauer Karl Mauracher nach Oberndorf zu holen rankt sich ein fiktiver Briefwechsel, der Einblick in das Leben zweier großer Persönlichkeiten gibt und uns eintauchen lässt in eine längst vergangene Zeit.

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Mauracher und Mohr am Tisch

Geschichte

Es ist bekannt, dass das Lied im Salzburgerischen Oberndorf vom Hilfspfarrer Joseph Mohr gedichtet, vom Dorflehrer und Organisten Franz Xaver Gruber vertont, und aufgrund einer kaputten Orgel am Heiligen Abend 1818 mit Gitarrenbegleitung gesungen wurde. Es wird allerdings kaum erwähnt, dass dieser notdürftigen Entstehungsgeschichte eine spektakuläre Verbreitungsgeschichte folgt. Diese Geschichte ist eine ganz und gar tirolerische. 

Als nämlich der Zillertaler Orgelbauer Karl Mauracher nach Oberndorf reiste, reparierte er dort nicht nur die kaputte Orgel, sondern brachte auch Melodie und Text der Stillen Nacht mit nach Fügen und gab sie den Rainersängern; einer begnadeten Fügener Sängerfamilie. Sie nahmen das Lied in ihr Repertoire auf. Aus den ursprünglichen sechs Strophen machten die Rainersänger drei (aufgrund des protestantischen Deutschlands wurden die Marienstrophen ausgelassen) und das Lied war bald als‚ Tiroler Volkslied bekannt. Die Legende sagt, dass sie es schon 1822 hinter verschlossenen Vorhängen dem  Kaiser Franz I. und Zar Alexander I. im Schloss zu Fügen vorgetragen hätten. 

Sie wurden an den Zarenhof nach Russland eingeladen, weitere Einladungen – beispielsweise an das britische Königshaus – folgten. So tourten die Zillertaler Rainersänger mit Stille Nacht um die Welt. 1839, hundert Jahre bevor die bis heute berühmteste österreichische singende Familie, die Trapp-Familie, auf Amerika-Tournee ging, reiste Ludwig Rainer mit seinen Sängern und Stille Nacht nach Amerika. Das Lied war nach Anfangsschwierigkeiten ein echter Schlager in den USA. Und der charakteristische vierstimmige Gesang aus Tirol beeinflusst bis heute die amerikanische Country- und Barbershop-Musik.  

Stille Nacht ist historisch betrachtet kein "Tiroler Volkslied" im klassischen Sinne, aber es erzählt die Geschichte Tirols als Ort kreativer Verschmelzung, unbeirrbaren Mutes und einer Reiselust, die keine Grenzen kennt, wie kaum ein anderes Tiroler Lied.

Theater zum Lied Stille Nacht in Fügen
Theater Mauracher und Mohr Chor
Mauracher und Mohr am Tisch mit Kerzen
Veranstalung in Fügen

Bilder ©Christian Wind

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