Kühe auf der Weide
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was man dabei beachten muss

Wanderlust im Zillertal

Wandern kann man prinzipiell überall. Wer sich häufig und gerne fußläufig einen Weg durch die Natur schlägt, der ist der sogenannten Wanderlust verfallen. Diese ist vor allem im Zillertal, auf über 1400 Kilometern Wanderwegen anzutreffen. Nicht von ungefähr gilt die erste Ferienregion Fügen-Kaltenbach als absolutes Wanderparadies unter alpinen Feinschmeckern, und das Zillertal sogar als „aktivstes Tal der Welt“ . Hier folgt man dem inneren Drang zum erhabenen Fußmarsch, und der strebt im Regelfall himmelwärts. Oben ist die noch Luft klar und die Welt klein. Weiterer Nebeneffekt: Wo in luftigen Höhen der Horizont ans Uferlose grenzt, findet man neben Ruhe, Einklang und Frieden nicht selten auch sich selbst.

Um vor und nach einer Wanderung nicht schnell am Boden der persönlichen Tatsachen aufzuschlagen, soll eine Wanderung allerdings gut bedacht und wohl vorbereitet sein. Mit den Naturgewalten ist das in den Bergen nämlich so eine Sache: Gut geplant, ist dann schon halb gewandert.

Natur, gewaltig!
Womit wir schon beim Thema sind. Denn Welt und Wetter verhalten sich in luftigen Höhen oft unberechenbar. Vom spontanen Wetterumschwung bis zum unvorbereiteten Schwammerlfund (zu Deutsch: Pilzefund) sollte man der Natur gewappnet gegenübertreten. Wo im Tal schon der Sommer blüht, kann am Gipfel oft noch Schnee liegen. Je näher man dem Himmel kommt, umso kühler wird es: Pro 100 Höhenmeter ein Grad weniger, sagt die Faustregel. Wo man dann ab 1800 - 2200 Metern Seehöhe die Baumgrenze hinter sich lässt, können Gipfelstürme ungehindert wehen. Regenjacke (Windbreaker), Mütze, Schal, Handschuhe und lange Hosen (Zecken!) sind die besten Freunde des Wandernden. Auch Sonnenbrille und -creme sind einzupacken, denn die Höhensonne scheint in den Bergen kraftvoll. Wer da entsprechend unvorbereitet kommt, steigt gebrandmarkt und geblendet zurück ins Tal.

Zubehör, check!
Der Wanderrucksack sollte bedacht gepackt werden, man muss ihn ja auch tragen. Schon bei dessen Wahl sollte man auf Komfort und Qualität achten, sonst sind unangenehme Druckstellen und muskuläre Verspannungen vorprogrammiert. Packen sollte man daher alle wichtigen Notwendigkeiten für ein alpines Abenteuer: Eine Kohlenhydratreiche Jause, Wetterschutz (Regenjacke/Pullover/Windbreaker), Blasenpflaster und ein kleines Erste Hilfe Set, ein aufgeladenes Mobiltelefon für etwaige Notfälle (Kompass, Kamerafunktion und Taschenlampe inklusive), Sonnenschutz (Creme, Brille, Kopfbedeckung), etwas Bargeld für die verdiente Hüttenjause (respektive das Gipfelbier) und reichlich Wasser! Wer sich bewegt, der schwitzt und braucht ausreichend Flüssigkeit. Ein Liter gilt hier als Mindestrichtwert. Zwar kann man seine Wasserflasche unterwegs mitunter an Brunnen und Quellen füllen, verlassen sollte man sich darauf aber nicht.

Wanderstöcke
Blumen

Route, passt!
Auch wenn die Wanderwege im Zillertal sorgfältig beschildert sind: Die Route sollte man sich vor dem Losmarschieren schon mal auf einer Karte (https://www.best-of-zillertal.at/sommer/interaktive-wanderkarte/) ansehen. Wichtig: Eine ehrliche Einschätzung der eigenen Fitness. Wer vom Wandereifer beflügelt über seine Leistungsfähigkeit siegt, kriecht nicht selten vierbeinig ins Tal. Man wählt also eine Wanderung, die den persönlichen Anforderungen gerecht wird. Zum Anfangen eignet sich da vielleicht ein gemütlicher Panorama-Rundwanderweg , bevor man sich an die hochalpinen Gratwanderungen wagt. Spätestens bei der Wahl der Wanderung stellt sich dann auch die wichtige Frage des geeigneten Schuhwerks. Offenes Freizeitschuhwerk und schicke Stilettos entbehren hier jeder Diskussionsgrundlage. Der halbhohe Bergschuh gilt als bewährter Klassiker für den sicheren Sitz und festen Tritt. Passgenau sollte er natürlich sein, sonst helfen selbst die besten Blasenpflaster nicht. Ein Besuch des Sportgeschäfts der Wahl hilft dabei - ein Onlinekauf birgt Risiken. Ein neuer Wanderschuh sollte auch entsprechend eingelaufen werden, bevor man darin gen Gipfel stürmt. Auch die Zeit spielt eine Rolle, denn wo man falsch abbiegt und einen Umweg wandert, oder doch ein besonders feines Plätzchen  zum Verweilen findet, da ist es schön ein wenig Puffer einkalkuliert zu haben.

Augen, auf!
Wer sich also entsprechend Zeit nimmt, für Planung und Wanderung, der bekommt in der Ersten Ferienregion von der Natur Unbeschreibliches geboten. Hier findet sich vielleicht ein Edelweiß, da ein glitzernder Stein, eine natürliche Quelle, dort späht ein Steinbock stolz in die Ferne, anderswo pfeift frech ein Murmeltier. Auf einer Wanderung wird man auf Schritt und Tritt reich belohnt, wo man Natur und Bergwelt mit dem gehörigen Respekt begegnet. Dafür verhält man sich ruhig und bedacht, vermeidet unnötigen Lärm und nimmt auch seinen Müll wieder mit ins Tal. Wo sich Wanderer treffen, grüßt man sich, macht sich Mut (Is’ nimmer weit!) und schenkt sich ein Lächeln. Denn Wanderlust ist Lebensfreude, die teilt man gern und hat hinterher noch mehr davon. In den Bergen, im Zillertal, und anderswo.

 

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Erstellt von Kristina Erhard
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