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Muskelkater: Kein Katzenjammer.

Der Neuschnee war schuld, gar keine Frage! Oder doch die Neujahrsvorsätze? Ob ausgedehnter Skitag oder der endlich überwundener Schweinehund: Mit dem Muskelkater danach ist jedenfalls nicht zu Spaßen. Eigentlich nur ein ganz natürliches Erschöpfungssignal des Körpers, denn beim Training entstehen im Muskel mikroskopische Verletzungen. Das ist ein völlig normaler Prozess. Was man beim folgenden Heilungsprozess (Muskelregeneration/-wachstum) dann aber merkt, ist im schlimmsten Fall eben ein fieser Muskelkater.

Voher…
Damit es erst gar nicht erst so weit kommt, hilft es sich vor dem Sport gut aufzuwärmen - gerade in der kalten Jahreszeit! Damit der Körper so richtig in Schwung kommt: Ein bisschen im Kreis laufen oder einfach Treppen im Laufschritt bewältigen. Anschließend? Gelenke mobilisieren - senkt das Verletzungsrisiko erheblich. Jetzt noch ein paar kräftige Strecksprünge, um alle muskulären Nervenverbindungen zu aktivieren und es kann gut gerüstet auf die Skipiste gehen!

… ist Nachher.
Eines ist klar: Nach dem Sport sind die Energiespeicher des Körpers leer und wollen wieder aufgefüllt werden. Und Obacht: Das geht sogar mit Bier! Sportmediziner der TU München haben in einer Studie festgestellt, dass Weißbier eine besondere Mischung an Polyphenolen, Vitaminen und Mineralstoffen enthält, die entzündungshemmend und regenerationsfördernd wirkt. Allerdings raten die bayrischen Biersportler hier dringend zu alkoholfreiem Biervergnügen - Alkohol verursacht nämlich einen noch weitaus schlimmeren Kater. Wer der bierigen Versuchung daher lieber gleich widersteht, greift zum gesunden Smoothie - mit Bananen und Früchten für schnelle Energie, und Topfen oder Eiweißpulver für bessere Muskelregeneration. Bananen enthalten nämlich, so wie Himbeeren, von Natur aus eine Menge Magnesium und wirken so besonders gut gegen schmerzhafte Muskelkrämpfe.

Katzenjammer.
Apropos schmerzende Muskeln: Manchmal hilft halt alles nichts und man leidet morgens doch Höllenqualen. Sport ist Mord - im übertragenen Sinne. Wenn man sich winselnd die Treppe  hinunter quält, ist aber auch schon der erste Schritt in Richtung Besserung getan. Warum? Mit dem Muskelkater verhält es sich ähnlich wie mit Gulasch: Aufwärmen macht es besser! Auch wenn das anfangs etwas zwickt - Bewegung fördert die Durchblutung, damit die Nährstoffversorgung und so natürlich die Regeneration. Einfach durchbeißen und noch eine Runde Laufen gehen? Kann man, muss man aber nicht. Wärmer wird's nämlich auch in Sauna, Dampfbad und Infrarotkabine  und in der Badewanne. Seelenpflege inklusive.
Nach dem Wellness dann noch sanft mit Rosmarin-, Arnika- oder Johanniskraut-Öl einreiben: Wärmt und pflegt dazu die Haut. Alternativ helfen auch fernöstlicher Tigerbalsam oder Großmutters Franzbranntwein (aufgetragen, nicht eingenommen!).

Katzenfutter.
Neben akuter Muskelkater-Erste-Hilfe sollte man sich auch um ausreichende Nährstoffversorgung des Körpers kümmern. Stark beanspruchte Muskeln fressen nämlich noch lange nach dem eigentlichen Training munter weiter Kalorien: Der sogenannte „Afterburner-Effekt“. Große Muskelpartien können so bis zu mehrere Tage brauchen um sich vollständig zu regenerieren. Wer schon mal einen ordentlichen Muskelkater hatte, kann davon vermutlich ein Lied singen. Gesundes, ausgewogenes Essen ist darum besonders wichtig. Auch hier kann die Gulaschsuppe als g’schmackiges Hausmittel herangezogen werden - gleich auf der Skihütte, oder aufgewärmt zuhause.

Kachelofen.
Vom Stretching und Dehnen ist bei Muskelkater abzuraten. Dadurch werden die schon erwähnten Mikro-Verletzungen nämlich nur verschlimmert. Bevor es dann erschöpfungsbedingt zu ernsthafteren Verletzungen kommt, lieber ein paar Tage Ruhe geben und den Muskel warm halten - frei nach dem Motto: „Keep calm and keep warm“. Kater und Katze verkriechen sich im Winter ja nicht von ungefähr am liebsten hinterm Kachelofen. In diesem Sinne: Der Muskelkater ist kein Katzenjammer.

Erstellt von Kristina Erhard
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