Sie befinden sich hier: Fügen-Kaltenbach / Services / Blog / Full Moon Skiing Hochzillertal
HOCHZILLERTAL

Full Moon Skiing

Das Skigebiet Hochzillertal hebt den Nachtskilauf auf eine neue Ebene – das Full Moon Skiing war geboren und das schon vor 12 Jahren. Mit Flutlicht beleuchtete Pisten sind längst nicht mehr so „in“ wie die Abfahrt mit natürlicher Beleuchtung, die dreimal während den Wintermonaten stattfindet.

15.10 Uhr. Der Parkplatz beim Skigebiet Hochzillertal ist immer noch voll, mit etwas Glück finde ich doch noch eine Lücke. Dick eingepackt nach dem Zwiebelschalenprinzip und mit Reservekleidung im Gepäck mache ich mich schnurstracks auf den Weg zum Skiverleih, um mich noch mit dem passenden Equipment auszustatten. Ein nach dem anderen Skifahrer schnallen die Skier ab und lassen den Skitag noch in den Aprés Skibars ausklingen. Ob die wohl wissen, dass die letzte Abfahrt heute noch bevorsteht, frage ich mich? Ein paar Minuten später, mit den frisch gewachsten Skiern in der Hand, mache ich mich auf, um die letzte Gondel noch zu schaffen. Wir sind eine Gruppe von vier Personen, voller Erwartungen fahren wir dem Berg zu und schaffen mit Ach und Krach noch die letzte Auffahrt mit dem Sessellift. Phuu – da haben wir wohl noch Glück gehabt, ansonsten hätte es geheißen, Skier abschnallen und den Weg zu Fuß beschreiten – das hätte die Stimmung wohl etwas getrübt.

Sonnenunter- Mondaufgang auf der Kristallhütte

17 Uhr. Es ist ein unbeschreibliches Bild, den Sonnenuntergang im Westen zu beobachten, während sich der Mond im Osten gefühlt Meter für Meter über den beschneiten Berggipfeln dem Himmel naht. Die letzten, schon etwas angeheiterten, Tageslichtskifahrer treten die Talabfahrt an, während wir uns auf der Terrasse für einen kleinen Umtrunk einfinden. Es dauert nicht lange, bis eine Gruppendynamik entsteht und sich jeder ein bisschen austauscht. Einen alkoholfreien Punsch in der Hand, quatscht uns gleich einer der Musikanten an und macht uns die kommende Lesung mit musikalischer Umrahmung etwas schmackhaft. „Unterwegs sein“ heißt das Programm, was wir uns darunter genau vorstellen können, wissen wir noch nicht, aber es klingt auf jeden Fall spannend. Die Bergführer, die uns später ins Tal begleiten und Stefan von der Kristallhütte geben noch eine kurze Einführung zum Ablauf bevor wir uns in der Hütte um den Kamin einfinden.

„Unterwegs sein“ im 21. Jahrhundert

17.30 Uhr. Das Feuer im Kamin lodert, während wir uns alle rundherum auf den mit Leder bezogenen Sitzbänken einfinden. „Unterwegs sein“, wir können uns immer noch nicht mehr unter dem Thema vorstellen, bis das Trio, mit der Gitarre begleitet, beginnt über E-Biker und Mountainbiker, Traurigkeit vs. Glück und anderen Themen, die die Menschheit im Moment beschäftigen, zu singen. Mit einem Dreiklang endet das erste Stück und Martina Keiler greift dieselben Themen auf. Sie fesselt uns an ihre Gedanken zu den eben besungenen Themen. Zuletzt werden wir auf eine Reise mit dem Zug mitgenommen, das Ticket dafür haben unsere Eltern gelöst, welche Menschen wir zu- bzw. aussteigen lassen bestimmen wir selbst. Mit diesen Gedanken wird die einstündige Lesung beendet. Wir nehmen die Gedanken mit und machen uns allmählich auf den Weg in die Stube für das Galadinner.

Von Acqua Pure Garnelen bis zu Tonkabohnen

18.30 Uhr. Durch die Scheiben der hölzernen Flügeltüre können wir bereits die feierlich gedeckten Tische durchglitzern sehen. Hungrig lassen wir uns auf den Sesseln nieder und schon wird der erste Gang des Vollmondmenüs serviert – Acqua Pure Garnele auf Avocado und Mango und was sollen wir sagen – es war nicht nur ein Augenschmaus! Ein kleines Highlight war die Currysuppe, die aus Kupferkannen gegossen wurde. Nach dem Hauptgang – Kalbsrückensteak mit Süßkartoffeln – und einigen Gläsern Wein, hat das Trio mit den frisch geölten Stimmen noch ein paar Stücke gesungen, bevor das Dessert serviert wurde.

Mondscheinabfahrt von der Kristallhütte bis ins Tal

22.30 Uhr. Endlich. Die Bergführer bekommen das „Go“ – wir können unsere Abfahrt ins Tal antreten. Alle Schichten wieder angezogen, versammeln wir uns vor der Kristallhütte. Einigen scheint das Mondlicht zu wenig zu sein, um die Abfahrt sicher antreten zu können. Sie entscheiden sich für die Abfahrt mit Stirnlampen, das macht das Erlebnis aber nicht weniger spektakulär. In zwei Gruppen aufgeteilt gleiten wir auf den frisch präparierten Pisten den Abhang hinunter. Mit einigen Pausen kommen wir eine knappe halbe Stunde später im Tal an und können das eben Erlebte noch gar nicht ganz verarbeiten – einige versuchen das beim Ápres Ski in der Postalm noch! :P

Tipp: Hauspatschen gehörten unbedingt mit ins Gepäck, um die Füße von den Skischuhen zu befreien!

Erstellt von Johanna Röck
DE | 
Suchen