HART IM ZILLERTAL

Familienwanderung zum Schleierwasserfall

 im Zillertal

Endlich! Nach gefühltem wochenlangen Regen, ist heute wieder ein Sonnentag. Das wollen wir als Familie gleich mal nutzen und einen kleinen Ausflug machen. Wir entscheiden uns für den Schleierwasserfall im Zillertal. Jetzt im Spätfrühling ist er durch die Schneeschmelze nämlich besonders eindrucksvoll. Außerdem ist der Weg nicht allzu lang, so dass wir unseren Junior gut motivieren können.

Start bei der Almdiele in Hart

Wir starten unsere kleine Wanderung beim Restaurant Almdiele in Hart. Von hier aus führt uns der Weg erst ein Stück auf einer Teerstraße entlang. Neben uns rauscht der Haselbach ganz schön laut ins Tal hinunter. Das nehme ich mal als gutes Zeichen, dass der Schleierwasserfall auch viel Wasser führen wird. Da der Weg von der Almdiele zum Wasserfall und zum Natur- und Vogellehrpfad gehört, kommen wir an einigen Stationen vorbei. Als erstes entdeckt der Junior ein Vogelschild. Dort ist auch gleich noch sein Lieblingsvogel abgebildet: der Wanderfalke. Der ist nämlich der größte heimische Falke und kann im Sturzflug bis zu 300 km/h schnell werden. Diese Informationen werden sofort gespeichert :)

Ratespiele und ein wackeliger Weg über den Bach

Bald geht die Teerstraße in einen Forstweg über. Hier finden wir noch mehr Schautafeln zu Vögeln. Interessanter sind jetzt aber die Stationen des Naturlehrpfades. Bei einer "Haltestelle" werden wir gefragt, wie alt und wie hoch wohl eine Fichte ist, die am Wegrand steht. Wir verschätzen uns ziemlich und sind von den Antworten überrascht. Nach ein paar weiteren Kurven erreichen wir eine Abzweigung. Ein Weg führt weiter über die Forststraße zum Wasserfall, der andere über einen schmaleren Wandersteig. Wir nehmen diesen, denn ich sehe schon die nächste Attraktion: eine "Wackelbrücke" über den Bach. In wenigen Minuten sind wir dort. Der Junior ist begeistert. Die Brücke besteht aus runden Holzstücken, die durch kleine Ketten aneinander gehängt sind. Dadurch wird der Weg natürlich sehr wackelig. Aber keine Angst! Man kann nicht durchrutschen, darunter befindet sich noch ein Holzboden. Der Junior saust gleich mehrmals über die Brücke hin und zurück.

Über einen kleinen Spielplatz zum Wasserfall

Nur wenige Meter nach der Brücke kommen wir zu einem kleinen Waldspielplatz. Hier wartet ein großes Kletternetz und eine kleine Rutsche auf den Nachwuchs. Die Rutsche ist unserem Nachwuchs zu kurz, aber das Kletternetz wird auf jeden Fall einmal ausprobiert. Wie eine Spinne bewegt er sich von einer Seite zur anderen. Laut dem Wegweiser, der hier steht, sind es noch 11 Minuten zum Wasserfall. Das schaffen wir aber schneller! In einer flotten Geschwindigkeit geht es die Stufen hinauf. Da der Bach an unserer Seite hier auch in einigen Stufen abfällt, fragt der Kleine, ob das denn schon der Wasserfall ist. Aber der große Wasserfall kommt erst noch. Wir müssen an der Staumauer vorbei. Und dann sehen wir ihn auch schon: Wie erwartet fällt der Schleierwasserfall zur Zeit besonders tosend und mit viel Wasser ins Tal. 

Nieselregen am Wasserfall

Zum Wasserfall geht es noch einige Schritte nach unten. Er fließt in ein kleines Becken, bevor sich der Haselbach seinen Weg in Richtung Ziller sucht. Direkt beim Wasserfall ist es ganz schön feucht. Da er momentan so viel Wasser führt, werden wir ein wenig nass gespritzt. Am Anfang findet das der Junior gar nicht so witzig, aber auf einmal ist es dann gar nicht mehr so schlimm. So können wir dieses Naturschauspiel ausgiebig bestaunen, bevor wir uns dann wieder auf den Rückweg machen. Wir gehen auf dem selben Weg zurück, natürlich könnte man aber auch die Forststraße nehmen.

Abwechslungsreicher Familienausflug

Unser Ausflug zum Wasserfall war abwechslungsreicher als ich erwartet hatte. Durch die kleinen Stationen des Natur- und Vogellehrpfades und vor allem durch die Wackelbrücke und den kleinen Spielplatz ist keinerlei Langeweile aufgekommen. Mich haben natürlich die gigantischen Wassermassen beeindruckt, die der 92 Meter hohe Wasserfall ins Tal befördert. Insgesamt waren wir etwa eineinhalb Stunden unterwegs. Kleiner Tipp für Familien mit Kinderwagen: Wenn ihr über den Forstweg geht, könnt ihr die ganze Strecke auch mit dem Kinderwagen machen. 

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