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Einmal Indianer sein

Bogenpark Hochfügen

Einmal Indianer sein und mit Pfeil und Bogen schießen – diese Chance nutzten wir drei Mädels im Bogenpark Hochfügen im Zillertal und übten uns in der Kunst des Bogenschießens.
Der Bogenpark mit 3D-Parcours liegt auf ca. 1500 Meter Höhe, gehört zu einem der höchstgelegensten in den Alpen, und ist über die Hochfügener Straße erreichbar: Eine wunderbare Bergstraße in den Tuxer Alpen, die einen mit jeder Serpentine ein Stück Alltag vergessen lässt.

Merken, Konzentration & im richtigen Moment schießen!

Als wir im Bergdorf Hochfügen ankommen, umgibt uns eine herrlich frische Brise und eine wunderschöne, hochalpine Landschaft, die mit der Sonne um die Wette strahlt. Während Sarah und ich noch überlegen, ob wir nun unsere Nikes oder doch lieber feste Schuhe anziehen, hat Barbara schon den Bogenpark, der direkt an der Talstation der Holzalmbahn liegt, entdeckt. Doch nicht nur den, sondern auch einen jungen, sportlichen Mann mit Pfeil und Bogen. Ertschi, unser Häuptling und Coach des Tages, begrüßt uns herzlich und rät uns mit einem Grinsen im Gesicht, die Nikes doch lieber gegen die anderen Schuhe zu tauschen. Gesagt, getan und wie sich später herausstellen wird, haben Indianer Häuptlinge immer recht.

Am Einschussplatz bekommen wir von Ertschi nicht nur die passende Ausrüstung, sondern auch eine kurze Einschulung. Besonders wichtig ist es, dass der Bogen zu einem passt, denn alle Bögen haben eine unterschiedliche Spannkraft und somit auch Stärke. Diese wird in Pfund gemessen und reicht von 16 bis über 50 Pfund, wobei ein Pfund (lbs) grob einem halben Kilogramm (kg) entspricht. Ertschi stattet uns mit Damenbögen in der Stärke 22 aus und erklärt uns, dass für uns Beginner unter den Bogenschützen gilt, zuerst einmal die richtige Schusstechnik zu lernen, bevor man das Auszugsgewicht steigert. Doch bevor wir uns um die richtige Technik kümmern, bekommen wir noch einen Köcher mit vier Pfeilen, einen Fingerschutz und einen Armschutz, der helfen soll blaue Flecken zu verhindern, falls die Pfeilsehne oben am Arm einschlägt.

Und da stehen wir: 90 Grad zum Zielobjekt, in unserem Fall eine Zielscheibe, gerade Hüfte, aufrechter Oberkörper, eine gespannte Bogensehne, ein visiertes Ziel und null Treffer.  Nach einigen Tipps von Ertschi – von der perfekten Positionierung unserer Zughand, über die Spannung und der richtigen Konzentration und Atmung – können wir unsere ersten Treffer verzeichnen. Während Barbara sich als geheimes Bogenschießtalent mit ruhiger Hand entpuppt, habe ich noch Schwierigkeiten das Ziel zu visieren und die Hand explosiv zu lösen. Doch Übung macht den Meister und nachdem jeder von uns ein wenig Gefühl für die Kunst des Bogenschießens bekommen hat, machen wir uns auf zum 3D-Parcours.

18 Ziele, 3D-Tierattrapen und jede Menge Action im Zillertal

Abseits von Wanderwegen und inmitten der idyllischen Zillertaler Berglandschaft, zwischen Bäche, Schwammerln und Heidelbeeren, befindet sich der 3D-Parcours mit 18 3D-Tierattrapen. Bei der ersten Attrappe, einer Hirschkuh, bemerken wir, dass es verschiedene Abschusspunkte gibt die farblich markiert sind. Dabei steht rot für fortgeschrittenes, blau für mittelmäßiges Können und weiß für Anfänger. Wir wählen den weißen Abschusspunkt und haben drei Versuche die Hirschkuh am Körper oder am Kill zu treffen. Nachdem jeder von uns getroffen hat, spazieren wir zwischen blühenden Wiesen, die von Vergissmeinnicht und lilafarbenen Schlangen-Knöterich verziert werden, zu unseren nächsten Etappen. Bei einem unserer nächsten Ziele erfahren wir, dass es außer den venezianischen Händler und Entdecker Marco Polo, auch noch ein Tier gibt, dass denselben berühmten Namen trägt. Und nachdem wir ein Stück durch den Wald laufen, beeindruckt von der dschungelartigen Flora des Zillertals, treffen wir auf ein Auerhuhn, dass von Barbara gleich mal ein Nasenpiercing verpasst bekommt.   

Während unserer kleinen Zeitreise durch die Natur des Zillertals haben wir Zeit zum Quatschen und merken wie die vollständige Konzentration unseren Fokus verändert und uns quasi eins mit der Natur werden lässt. Insgesamt sind wir ca. zwei Stunden unterwegs und machen noch viele spannende Bekanntschaften vom Dachs, Hirsch, Bär über einen Adler, Uhu bis hin zu einem Wolf. Nachdem wir unser Ziel erreicht haben, fühlen wir uns wie richtige Indianerinnen, doch nicht nur das: das Bogenschießen hat jede Menge Spaß gemacht und wo kann man besser Abschalten als mit zwei Freundinnen in Bewegung in der Natur? Abschließend gönnen wir uns ein leckeres Mittagessen beim Aar-Wirt und erzählen Martina, der Wirtin, begeistert über unser Bogenparkerlebnis. Auch wenn Barbaras blaue Flecken sie noch etwas skeptisch wirken lassen, überzeugen sie zum Schluss doch unsere strahlenden Gesichter.

Für uns war es ein einmaliges Erlebnis in der Ersten Ferienregion im Zillertal, dass jeder, der Lust auf ein richtiges Sommer-Abenteuer hat, unbedingt mal ausprobieren sollte.

Hard Facts:
Bogenpark Hochfügen mit 3D-Parcours
Juni bis Oktober
Täglich geöffnet von 09:30 - 16:30 Uhr
Nähere Infos unter:
Facebook: Bogenpark Hochfügen
+43 650 / 47 07 386

Erstellt von Hannelore Wimmer
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